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A society which is mobile, which is full of channels for the distribution of a change occurring anywhere, must see to it that its members are educated to personal initiative and adaptability. Otherwise, they will be overwhelmed by the changes in which they are caught and whose significance or connections they do not perceive.
- John Dewey (1859 - 1952)
What information consumes is rather obvious, it consumes the attention of its recipients.
Hence a wealth of information creates a poverty of attention, and a need to allocate that attention
efficiently among the overabundance of information sources that might consume it.
-Herbert Simon (1916 - 2001)
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1256545353
gerold keefer
am 26.10.2009Hallo Michael,
was es nun genau ist, wofuer Top-Manager so ueberhoehte Preise verlangen koennen, ist vielleicht gar nicht so wichtig. Wichtiger ist, dass derlei ueberzogene Preise ein Akt der Verzweiflung auf der Kaeuferseite darstellen und man wohl an ein Wunder glaubt, z. B. Unentscheidbares zu entwscheiden, Unmoralisches als Moralisches zu verkaufen (Utz Claassen ist darin Meister!), etc..
Im Hinblick auf die Motivation der Entscheidungen:
Ohne den Drang zur Macht kommt man kaum auf einen Vorstandssessel, deshalb werden die Entscheidungen in aller Regel im Hinblick auf Machterhalt getroffen. Dabei spielt der soziale Kontext natuerlich auch eine Rolle, aber nur als Mittel zum Zweck. Die kuerzliche Lektuere von Machiavelli und der Vergleich mit dem Handeln von Frau Merkel spricht hierbei fuer sich...
All das sind Themen, die man im Studium kaum beruehrt - Zeit fuer etwas Neues! -
1256503345
Michael Meister
am 25.10.2009Hallo Gerold,
ich glaube, dass sie deshalb so gut bezahlt werden, weil sie eigentlich unentscheidbares entscheiden sollen. Wenn man sich Entscheidungen von Führungskräften anschaut, dann sind diese immer mit einer großen Ungewissheit verbunden. Die rationelle Begründung dient dann häufig der nachträglichen Legitimation der getroffenen Bauchentscheidung. Wenn dies so ist, dann wäre es allerdings spannend, mal zu schauen, wie diese Bauchentscheidungen zu Stande kommen. Sind es Werte, wie die Vorteilsnahme, die das Pendel in solchen Momenten umschlagen lassen? Ist es der soziale Kontext mit seiner Rollenzuschreibung? -
1256377612
gerold keefer
am 24.10.2009Hallo Michael,
wir koennen statt der Pinnwand auch ins Wiki gehen oder nach Xing oder Email. Da bin ich ohne grosse Leidenschaft.
Natuerlich hat jedes System Regeln, die aber haeufig nichts mit klassischer Logik zu zun haben. Es geht um die Logik/Werte "des Systems".
Und natuerlich gibt es da Werteueberlagerungen und Wertekonflikte. Ich glaube, dass wir Top-Manager vielleicht deswegen so gut bezahlen, weil sie im Menschen vorhandenen Grundwerte verneinen und immer zugunsten der Vorteilsnahme agieren. Das geht genau so lange gut, wie es nicht zur Nachahmung im groesserem Stil kommt. Dann hat auf einmal keiner mehr etwas davon. Also ohne eine gewisse Balance zwische Geben und Nehmen kann nicht auf dauer gewirtschaftet werden
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1256225933
Michael Meister
am 22.10.2009Hallo Gerold,
und jedes System hat seine eigenen Spielregeln (Logiken). Besonders spannend wird es, wenn sich, wie in Familienunternehmen der Fall, verschiedene Systeme direkt überlagern. Wenn personenorientierte „Werte“ des Familiensystems mit wirtschaftlichen „Werten“ aus Unternehmens- und Eigentümersystem sich zu paradoxen Handlungsanweisungen verschmelzen.
Hilfreich für das Grundverständnis gesellschaftlicher Systeme finde ich dabei die Betrachtung des Geldes als Kommunikationsmittel und der Wirtschaft insgesamt als autopoietisches System….
Ich merke gerade, wie ich mich langsam in Fahrt schreibe. Nicht unangenehm, aber ich bin mir nicht sicher, ob eine Pinnwand der geeignete Ort dafür ist!?
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1256043734
gerold keefer
am 20.10.2009Hallo Michael.
Ich denke Ethik ist eine Konkretisierung von Philosophie in einem sozialen Kontext. Philosphie als Suche nach Erkenntnis und Sinn; Ethik als Konsequenz daraus, die sich für Familie, Organisation und Gesellschaft ergibt.
Die BWL scheitert schon daran, dass sie über die Organisation nicht hinausblickt. Weiterhin gibt es Postulate der BWL die offensichtlich nicht zutreffen. Warum bezahlen wir Geld dafür Güter (Autos älter als 9 Jahre) kaputtzumachen, wenn es laut BWL eine Knappheit der Güter gibt?
Zentrales Problem ist doch an vielen Stellen der Übrfluss nicht der Mangel: Die Finanzkrise resultiert aus einem Überfluss an Kapital, nicht an dessen Mangel.
Und natürlich helfen allgemeine (Lehr-)Grundsätze gar nicht, wenn sie nicht zur Anwendung kommen oder gerade in der Krise unter Druck ausser Kraft gesetzt werden.
(Siehe die Hochkonjunktur des Keynesianismus in dern letzten Monaten.) Also: Diese DInge müssen praktisch und authentisch erfahren werden und dabei kommen Wissensarten zum Einsatz, die man in BWL gar nicht kennt: Situatives Wissen, Erwartungswissen, Erfahrungswissen, Systemisches Wissen. Diese Arten von Wissen werden an der klassischen Hoschule kaum vermittelt. -
1256041405
Michael Meister
am 20.10.2009Dein Verständnis von Ethik ist damit ein allgemeines, an die philosophische Disziplin angelehntes
und folgt dem Grundsatz der Vernunft? Auf die Unternehmerschule übertragen wäre es dann die Suche nach den Handlungsmaximen in bestimmten Situationen? Die allgemeinen Grundsätze müssen
somit um praktisches Efahrungswissen ergänzt werden? Trifft es das?
Die BWL glaubt über die Handlungsmaxime des homo oeconomicus schon eine ausreichende Legitimation
als universelle Theorie, ähnlich der Naturwissenschaften, zu besitzen. Empirisch lässt sich
deren Gültigkeit allerdings keineswegs nachweisen. -
1255986980
gerold keefer
am 19.10.2009Es macht keinen Sinn ethische Grundaetze festzulegen. Es macht aber Sinn sich mit Ethik zu beschaeftigen und dabei zu lernen.
Die BWL wird vielleicht behaupten, dass sie einfach rationale Wissenschaft ist und damit Ethik gar nivcht noetig hat. -
1255877490
Michael Meister
am 18.10.2009Gute Idee, aber nach welchen ethischen Grundsätzen? Die BWL würde von sich sicherlich auch behaupten, dass sie einem ethischem Grundmodell folgt.
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1255035915
gerold keefer
am 08.10.2009wer macht bei der gründung einer ethischen untenehmerschule mit?
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